Marius LauermannUnternehmen
ForkOn: KI-gestützte Analyse und Optimierung der Intralogistik
Dieser Beitrag porträtiert ForkOn, ein IoT- und KI-Unternehmen, das intralogistische Prozesse und Flurförderzeugflotten analysiert, digitalisiert und optimiert. Wir freuen uns über Rückmeldungen und Anregungen.
Profil
ForkOn verbindet herstellerneutrale Analyse, eigene Telematik-Hardware und eine cloudbasierte Datenplattform zu einem durchgängigen Ansatz für die Optimierung intralogistischer Prozesse. Betrachtet werden dabei nicht nur die Flurförderzeuge selbst, sondern das Zusammenspiel von Flotte, Infrastruktur, Arbeitssicherheit und Energieeinsatz.
Ausgangspunkt vieler Projekte ist das 360°-Intralogistik-Audit – eine strukturierte, herstellerneutrale Bestandsaufnahme des intralogistischen Betriebs anhand von 114 Prüfpunkten in vier Bereichen: Unternehmens- und Flottendaten, Infrastruktur, Sicherheitsprüfungen sowie Energiemanagement und Nachhaltigkeit. Jeder Prüfpunkt wird bewertet und in einem Ampelsystem eingeordnet. Ergebnis sind eine belastbare Ausgangsbasis, eine priorisierte Maßnahmenliste und Grundlagendaten, die Unternehmen unter anderem für ihre Gefährdungsbeurteilung nutzen können.
Für den laufenden Betrieb stellt ForkOn zwei aufeinander abgestimmte Bausteine bereit: die herstellerunabhängige Telematik ForkLink, mit der Fahrzeuge unabhängig von Marke und Baujahr nachgerüstet werden können, und die Cloud-Plattform ForkX für Flotten-, Wartungs-, Dokumenten- und Schadensmanagement sowie Auslastung, Ortung und Zugangskontrolle. Auf dieser Datenbasis arbeitet die Analyse- und KI-Schicht ForkIQ, die Bewegungs-, Prozess- und Kostenmuster auswertet und daraus Optimierungsansätze ableitet – von der Flottengröße über die Einsatzplanung bis hin zu Verkehrswegen und Energieverbrauch. Aus einmaligen Analysen werden so fortlaufende Optimierungsprojekte, die ForkOn gemeinsam mit den Kunden begleitet.
ForkOn wurde 2017 von Tim Klauke-Garcia gegründet und hat seinen Sitz in Haltern am See mit einem Büro in Köln. Seit der Gründung hat das Unternehmen mehr als 10.000 Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme optimiert. Zu den Anwendern zählen unter anderem Coca-Cola, Tesla, Deutsche Bahn, Migros, Hermes, duisport und Aurubis sowie weitere Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik. Im Bereich des herstellerunabhängigen Flottenmanagements für Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme zählt ForkOn zu den Marktführern in Europa.
Forschung & Entwicklung
In Lager- und Produktionsumgebungen müssen Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme zuverlässig verfügbar sein. Ausfälle, ungeplante Wartungen oder eine ungleichmäßige Auslastung einzelner Fahrzeuge können Prozesse beeinträchtigen und zusätzlichen Aufwand verursachen. Entscheidungen über Flottengröße, Einsatzplanung, Infrastruktur und Energieeinsatz werden dabei häufig auf einer unvollständigen Datengrundlage getroffen: Informationen zu Nutzung, Ladezuständen, Wartungen, Kosten und Verträgen liegen in getrennten Systemen vor, während Erkenntnisse zu Prozessen, Verkehrswegen und Sicherheitszuständen oft nur in Dokumenten oder gar nicht strukturiert erfasst sind.
ForkOn entwickelt IoT- und KI-gestützte Verfahren weiter, um diese unterschiedlichen Datenarten nutzbar zu machen: kontinuierliche Zeitreihen aus Fahrzeugsensorik und Batterieüberwachung, Daten aus Betriebs- und Wartungsprozessen sowie strukturierte Bewertungsdaten aus den Audits. Ein Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit liegt darauf, diese Quellen in einem gemeinsamen Datenmodell zusammenzuführen und mit analytischen, regelbasierten und lernenden Verfahren auszuwerten.
Ziel ist es, Nutzungsmuster, technische Auffälligkeiten und betriebliche Zusammenhänge frühzeitig zu erkennen und daraus belastbare Hinweise für Einsatzplanung, Wartung, Flottendimensionierung und Energiemanagement abzuleiten. Da die Daten herstellerübergreifend und standortübergreifend vorliegen, lassen sich Kennzahlen zusätzlich in einen Vergleichsrahmen einordnen – eine Grundlage, die einzelnen Herstellersystemen strukturell nicht zur Verfügung steht.
Zusammenarbeit mit HML
Seit 2024 arbeitet ForkOn mit HML Capital zusammen. Im Rahmen der Zusammenarbeit wurden mehrere FuE-Vorhaben für die Forschungszulage und das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) strukturiert und beantragt. HML unterstützt ForkOn dabei von der Einordnung geeigneter Förderrahmen und der Aufbereitung der Antragsunterlagen bis zur laufenden Projektdokumentation. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der nachvollziehbaren Zuordnung von Entwicklungsthemen, Arbeitspaketen und Projektstunden.
„HML Capital begleitet uns bei der Erstellung und Abstimmung unserer Antragsunterlagen sowie bei der laufenden Projektdokumentation. Besonders hilfreich ist für uns die gemeinsame Plattformstruktur: Unsere Mitarbeitenden können Projektstunden erfassen und den jeweiligen Arbeitspaketen zuordnen. So behalten wir auch bei mehreren parallel laufenden Entwicklungsthemen den Überblick und können die erforderlichen Nachweise fortlaufend vorbereiten.“
Tim Klauke-Garcia, Geschäftsführer, ForkOn
Weitere Informationen
ForkOn GmbH Analyse, Digitalisierung und Optimierung intralogistischer Prozesse und Flotten www.forkon.de
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